Zuflucht im Bunkerturm
Schon in den 1930er Jahren wurde die Bevölkerung auf den Luftkrieg vorbereitet. Maßnahmen für den Luftschutz wurden propagiert. Im gesamten Stadtgebiet mussten die privaten Keller vorbereitet werden.
Als die Luftangriffe auf Heilbronn zunahmen, wurde der Turm für die Allgemeinheit geöffnet. Bis zu 1000 Menschen konnten hier Zuflucht finden, auch beim großen Angriff am 4. Dezember 1944. Die Menschen campierten in diesen Wochen auf der Schneckenrampe. Viele Anwohner verließen den Turm nur, um etwas zu Essen zu holen.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs bot der Turm Schlafstellen für viele Menschen auf der Durchreise, auf der Flucht, ohne Obdach. Tausende waren unterwegs – entlassene Soldaten, ehemalige Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene, Wohnungslose, Flüchtlinge und Vertriebene aus den Ostgebieten.
Seit der Sprengung der Zugangsrampe 1951 war der Turm verschlossen. Er bewahrte im Inneren sein originales und weitgehend unverfälschtes Erscheinungsbild – bis heute. Ein einzigartiges Denkmal aus der Epoche des Zweiten Weltkriegs!

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